Wenn die Habsburger auf einen Punschkrapfen und die Venus treffen
In „Habsburger: A Trauerspü‘“ wird die Kaiserfamile geklont © Julia Braunegger
Dann ruft das Schubert Theater zum Internationalen Figuren Festival. In seiner diesjährigen Ausgabe legt das Figurentheater vom 15. bis 24. März den Fokus des Festivals auf österreichische Themen und kulturelle Ikonen.
Mit dem letzten Teil der Habsburger-Trilogie, der Performance „Ur-Venus“ und dem Kurz-Objekttheater „Monolog eines Punschkrapfens“ rückt das Schubert Theater prägende Symbole der österreichischen Geschichte und Identität ins Rampenlicht.
In „Habsburger: A Trauerspü‘“ wird die Kaiserfamile geklont
Zum Auftakt zeigt das Schubert Theater den lang erwarteten finalen Teil der gefeierten Habsburger-Trilogie: Mit „Habsburger: A Trauerspü‘“ erwartet das Publikum eine ebenso absurde wie tiefgründige Uraufführung, die den Abschluss der Habsburger-Trilogie bildet.
Im Zentrum steht eine pflichtbewusste Laborantin, die an dem skurrilen Auftrag arbeitet, die einstige Kaiserfamilie zu klonen. Doch das Projekt läuft nicht wie geplant:
Mit einem missglückten Klon-Versuch entwickelt sich eine unerwartete Freundschaft zwischen der Wissenschaftlerin und ihrer „neuen“ Schöpfung.
"Ur-Venus" in Aktion
© Barbara Braun
Gemeinsam hinterfragen sie aktuelle und historische Lebenskonzepte, Machtstrukturen und das Streben nach Perfektion.
Kann das ach so einzigartige Herrschergeschlecht tatsächlich nachgebildet werden – und sollte es das überhaupt?
Ur-Venus - oder ur nicht die Venus: das ist hier die Frage
In ihrer außergewöhnlichen Puppen-Performance „Ur-Venus - oder: Ur nicht die Venus“ widmet sich Almut Schäfer-Kubelka der legendären Venus von Willendorf.
Die 30.000 Jahre alte Statuette, entdeckt 1908 in Niederösterreich, wurde durch die Jahrhunderte immer wieder unterschiedlich interpretiert: als steinzeitliche Pornografie, prähistorische Fruchtbarkeitsgöttin, Ur-Mutter und heute als Symbol der Body-Positivity.
Doch was würde die Venus selbst zu diesen Zuschreibungen sagen?
"Monolog eines Punschkrapfens"
© Veronika Masliková