Bleiberecht

Probenfoto aus Kommen Sie, bleiben Sie 
© Marcel Köhler

Vom 30. November bis 21. Dezember 2024 versetzte das Theater Nestroyhof Hamakom mit Sam’s Bar den Theatersaal des Nestroyhofes in seinen ursprünglichen Zustand eines Vergnügungsetablissements zurück und bot dem Publikum ein spannendes Programm aus Musik und Theater. Heuer inszenierte Gesa Bering Kommen Sie, bleiben Sie als Stückentwicklung.

Sam’s Bar verwandelt das Theater bereits seit 2013 in eine einzigartige Bar-Atmospähre: Das Publikum sitzt mitten im Saal an runden Tischen und bekommt an der Bar die besten Cocktails der Stadt. So kann es in fantastische Konzerte hochkarätiger Musiker:innen eintauchen und Theaterabende aus nächster Nähe erleben.

Auf zu neuen Horizonten
Efrat Alony eröffnete Sam's Bar mit Off, To New Horizons. Die preisgekrönte israelische Sängerin gehört inzwischen zu den wichtigsten Stimmen des europäischen Jazz.

Marwan Abado und Paul Gulda betraten die Sam's Bar gemeinsam den Masaar Hubb – den Pfad der Liebe. „Path of love“ ist die musikalische Begegnung von Cembalo und Oud – eine Seltenheit in der Weltmusikszene.

Ebenso war WOSCHDOG mit ihrem Programm moloch zu erleben und widmete sich der gnadenlosen Poesie im Wiener Dialekt, verpackt in eine bisher ungehörte Mischform aus Downtempo, Jazz, Elektronik, Blues und Pop.

Wer A sagt, muss auch B sagen meinten Helmut Bohatsch und das Trio LSZ: Texte und Gedichte von zwei der besten österreichischen zeitgenössischen Autoren, H.C. Artmann und Wolfgang Bauer, wurden vom Schauspieler Helmut Bohatsch und dem Jazztrio LSZ – Löschel, Skrepek, Zrost – vertont und in eine literarisch musikalische Collage verpackt.

Gekommen, um zu bleiben
In drei Soli verhandelte das Ensemble von Kommen Sie, bleiben Sie!, was Freiheit, Gewalt und Hunger bedeutet.

Raumstimmung in Sam's Bar © Nick Mangafas

Mash brachte als Treffpunkt von drei erkundungsfreudigen Musikern mit eigenständigen, charaktervollen Stimmen ihr Programm Naked 7 in die Sams Bar.

Flüssige Städte
Seit Anbeginn von Sam's Bar ist der Wiener Pianist Peter Ponger ein fixer Bestandteil des Programms. Gemeinsam mit dem Saxophonisten Wolfgang Puschnig, dem Kontrabassist Peter Herbert sowie dem Schlagzeuger Valentin Duit jazzten sich die drei durch Liquid Cities.

Biz ans Ende der Welt
Einen besseren Programmtitel hätte man für das Abschlusskonzert nicht finden können: Kurz vor "Weihnukkah" stieg das Multitalent Aliosha Biz noch einmal auf die Bühne, bevor in Sam’s Bar das Licht ausging.